Rätikoner Höhenweg Süd
August 2001

Text:Heidi Narzi
Bilder: Marlis Küpper

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Tag 2

Tag 3

Tag 4 / 5

Ausstieg


Montag, 27. 8. 2001

Anstieg 900 m: über Hirschtalsattel 1800m, zum Salarueljoch 2245m
Abstieg 350 m bis zum Schesaplana Haus, 1908m

(www.seewis.ch/schesaplana-huette).
Gehzeit: 4-5 Stunden.

Um 9 Uhr morgens begann unser „Spaziergang“.

Die Sonne kam gerade über den Panüeler Kopf und erlaubte die ersten Fotos. Von der Sonne bereits bestrahlt, gegenüber dem ältesten Ortsteil, dem Fasel, das Kirchlein St. Rochus im Nenzinger Himmel.

 


Nach einer Stunde in östlicher Richtung am Bach entlang erreichten wir den Hirschtalsee ca. 1800 m. Die Forststraße dort hinauf steigt sanft an. Es gibt Abkürzer zwischen den Serpentinen, die steil sind und den Anstieg verkürzen. Am Hirschtalsattel verläßt man die Forststraße, es wechselt ebenfalls die Farbe der Markierung. Wir gehen südlich, erst durch Wiesen und später durch Geröllfelder auf das Salarueljoch (2245 m).


Wir befinden uns im Gebiet
 „Salaruel“. Ab dem Anstieg durch die Geröllfelder wird der Weg steil. Es ist Mittag und die Sonne brennt, so dass eine kurze Rast gut tut. Dabei kann man Gemsen in den Geröllfeldern des Panüeler Kopfs beobachten, dem man nun ganz nahe gekommen ist

Wir erreichen um13 Uhr das Salarueljoch und überschreiten die Schweizer Grenze.Hier die erste Brotzeit inmitten einer grandiosen Rundumsicht. Von Westen kommt der Lichtensteiner Weg, der von der Pfälzer Hütte über den Naafkopf und den nahen Hornkopf zum Salarueljoch führt.Direkt östlich kann man auf den Salaruelkopf steigen.

Wir nehmen den südwestlichen Weg zur Schesaplana-Hütte, die man kurz unterhalb des Jochs schon sieht und die mit zügigem Gehen in ca. 1 Stunde zu erreichen wäre.

 

Wir kommen erst um 17 Uhr bei der Schesaplana-Hütte an, weil wir unterwegs an einem Bach mit kleinem Wasserfall baden, sonnen, faulenzen und schauen. Wir sind in grüner Almwiesenlandschaft unterhalb der Felskolosse der Schesaplana und sehen im Dunst in der Ferne die Gletscher der Bernina.

 


Die
Schesaplana-Hütte ist fast voll belegt. Zum Abendessen gibt es Knoblauch-Suppe, Spagetti Bolognese und Nachtisch. Die Halbpension kostet 52 SFR.
In der Nacht regnet und gewittert es kräftig.
Wir waren mit gut 50 Personen unter einem Dach und hatten den Eindruck, dass alle mindestens zwei mal in der Nacht pinkeln gingen, folglich glaubt man kaum zu schlafen und wundert sich, wieso man doch um sieben Uhr früh gut erholt aufsteht!