|
Eine
Motorrad-Tour |
Tagebuch
und Bilder: |
Montag, 12.12. im Mokfa Resort, Ausflug: Rundtour Mae Taeng Fluß und Weiterfahrt nach Phrao ( s. "Versteckte Perlen in Nordthailand" ) Halbtagesausflug: heute bin ich auf den Rücksitz von Christophs Motorrad eingeladen, um eine Rundfahrt durch das Mae Taeng Tal gelassen genießen zu können. Die Dschungellandschaft ist hier noch sehr ursprünglich, klare Bäche und dann der Mae Taeng. Ein schöner Fluss mit üppiger Landschaft an seinen Ufern. Hier wird Rafting, Mountain-biking und Elefanten-riding angeboten –alles in noch sehr ursprünglichem Ambiente. Die Strecke ist zur Hälfte leicht gebirgig, aber die Wegfurchen trocken. Die Tour stößt auf den Fluss, und es geht über eine Brücke weiter, rechts abbiegend immer am linken Flussufer entlang – bis man ein nächstes Abenteuer bewältigen muss. Nämlich mit dem Motorrad den Fluss durchqueren. Am besten die Socken ausziehen, wenn man befürchte muss, nicht ohne Hilfestellung der Füße glücklich am anderen Ufer zu landen. Auch wieder nicht so einfach für weniger Geübte! Wir holen am Mittag unser Gepäck und mein Motorrad im Mokfa-Resort ab und machen uns auf den Weg nach Phrao, zum
„Doi Farang Bungalow Holiday Resort “ ( s. "Versteckte Perlen in Nordthailand" ). Dort, in der in Reisfeldern gelegenem Anlage, sind mindestens drei Übernachtungen geplant. Gegen 16:30 Uhr kommen wir dort an, und der Perlenbericht hat nicht zu viel versprochen: eine einladende Bungalowanlage, von Reisfeldern umgeben, Blick in die Berge, viele Obst- und Zierbäume, Blumensträucher und ein herzlicher Empfang der Leute vor Ort, die Christoph ja schon gut kennen. Wir haben Bungalow Nr. 14, der mit dem schönsten Blick in die Berge, auf den kleinen Teich und die Mangoplantage. Die Bungalows sind aus altem Teakholz zusammengebaut. Das Vorleben unserer Behausung: einst war das Gebäude ein Nutzbau für den Reis gewesen, ein ehemaliger Reisspeicher, der jetzt von den Bauern nicht mehr gebraucht wird. Heutzutage wird der Reis nicht mehr privat gehortet, sondern geht nach der Ernte gleich an überörtliche Kooperativen. Wir erleben einen malerischen Sonnenuntergang über den Bergen und haben einen netten Abend im Restaurant des Resorts. Auch hier wird vorzüglich gekocht. Der Dienstag beginnt mit einem Frühstück am Reisfeld. Idyllischer geht es fast
nicht: kleine „Gondeln“ mit Tisch und Bänken, zusammen gebaut aus alten Droschken,
stehen am Rand des Reisfeldes. Im Vordergrund die Reisfelder, die hohen Berge,
hinter uns die Hausberge, mit einem goldenen Buddha auf einem der Gipfel. Viele
Sitz- und Liegemöglichkeiten sind hier geboten, ideal um auszuruhen und relaxen. Am Nachmittag besuchen wir die nahegelegene
Kleinstadt Phrao – 5 km entfernt vom Resort. Da ist es praktisch, ein eigenes
Fahrzeug zu haben. Der Ort ist keine Offenbarung, aber typisch für eine Stadt,
die den Einheimischen vorbehalten ist. Man kann die nötigen Dinge einkaufen,
in kleinen Kneipen gut essen gehen, zum Friseur gehen, einen Internetshop und
ein paar kulturelle Attraktionen gibt es auch noch. Darüber später! |
Mittwoch, 14.12. in Phrao Heute scheint die Sonne. Das haben wir aber auch mal verdient! Zur Mittagszeit fahren wir nach Phrao und besuchen eine Weberei. Sie ist in einem Nebengebäude des Tempels untergebracht. Es stehen 8-10 Webstühle eng hintereinander. Aber nicht an allen wird gearbeitet. Das Konzept der Weberei ist, dann dort zu weben, wenn eine Weberin Zeit hat. Ist das Stück Stoff fertig, wird es nach gewebter Länge bezahlt. In einem alten Schrank sind Schals und Stoffe gestapelt, die zum Verkauf angeboten werden. Ein lohnenswerter Besuch. Zum Schluss der Besichtigung und der Gespräche mit den Weberinnen wechseln noch einige Schals und Tücher die Besitzerin. Schöne und nützliche Andenken und Mitbringsel für die Freundinnen daheim! Ein weitere Produktionsstätte in Phrao ist eine Ziegelei westlich des Ortskerns. Lehm wird durch einen „Fleischwolf“ gedreht und hinten kommen Ziegelwürste raus, die dann portioniert werden. Die rohen Ziegel werden in der Sonne getrocknet, dann mit Reisschrot eingedeckt, der in einen Schwelbrand versetzt wird und die Ziegel brennt. In der Ziegelei arbeiten überwiegend junge Arbeiterinnen und Arbeiter. Ihre Arbeitsbedingungen sind hart: keine Sonnenschutzvorrichtungen, keine nützliche Arbeitskleidung wie z.B. Handschuhe oder Mundschutz, wenig Lohn und lange Arbeitszeit kommen bestimmt hinzu. Besser geht es da einem jungen Ehepaar, das mit seinen Kochkünsten Erfolg hatte. An der Pin-Wand in seinem kleinen Restaurant hängen Artikel eines Food-Magazins über den guten Koch in Nanta-Kitchen. Wir überzeugen uns davon und können das piksaubere Gasthaus mit seinem ambitionierten jungen Ehepaar nur empfehlen. Es liegt in der Stadtmitte, westlich parallel zur Hauptstrasse, einfach danach fragen, wenn man es nicht gleich findet. In der gleichen Straße ist auch der bisher einzige Internetshop. Sonst ist im Ort noch ein überdachter Markt mit dem üblichen Angebot an Lebensmitteln,
Obst, Gemüse, Taschen und Bekleidung. |