|
Eine
Motorrad-Tour |
Tagebuch
und Bilder: |
Es geht südwestlich aus der Stadt hinaus zum ersten Tempel der Tour: Wat Ton Kwen ( s. "Versteckte Perlen in Nordthailand" ):
Nach dem beschaulichen Stopp geht es dann so richtig los in die Berge des Doi Inthanon, des höchsten Berges Thailands (2590 m). Wir fahren auf einer Nebenstrecke zur Strasse 108 Richtung San Pa Tong über Hang Dong. Dort auf der Nebenstrecke weiter geradeaus bis zur Strasse 1013. Hier biegen wir rechts ab auf eine kleinere, aber asphaltierte bergige Strasse Richtung Mae Wang. Zunächst ist die Sicht noch gut trotz tiefhängender Wolken, der Blick noch frei auf den Mae Wang Fluss links der Strasse, die Hügelketten und kleinen Dörfer. Je höher wir kommen, je schlechter das Wetter. Erst Nebel, dann Nieselregen. Die Regenjacke ist längst übergezogen, denn es ist nicht nur nass, sondern es wird auch immer kühler. Vom Doi Inthanon nichts zu sehen, statt dessen der Blick auf die Straße mit ihren steilen Kurven, Bergen und Schlaglöchern. Nach Mae Nua (einige Kilometer) geht es links weg vom Asphalt auf eine lehmige Piste. Durch einen Wald geht es schließlich zu dem Dörfern Nong Tao, Richtung Khun Wang und Khun Klang. Diese Strecke ist von den Regenfällen ziemlich aufgeweicht, und meine erste Bewährungsprobe auf dem Motorrad steht an. Ganz schön rutschig die lehmige, rote Erde! Ganz glatt komme ich da nicht durch, und Christoph muss an schwierigen Strecken Hilfe leisten und das Motorrad durch den Lehm heraus fahren. Nach fünf Stunden Fahrt, ca.170 km, kommen wir in Mae Chaem, im „Navasoung Resort“ an. Die Wirtin begrüßt uns freundlich, und das wunderschön gelegene Resort ist ein
Ausgleich für die körperliche und psychische Belastung des ersten Streckenabschnitts.
Umgeben von einem Blumenmeer von Bouganville sitzen wir dann bald vor unserm
Bungalow und blicken in die Berge, genießen die wunderbare Luft mit ihrem Geruch
von verbranntem Holz vom Lagerfeuer der Einheimischen, die in ihren Hütten unter
uns leben.
|
Freitag, 09.12. in Mae Chaem Der Doi Inthanon im Osten ist von beeindruckenden schwarzen Wolken verhangen. Im Westen kämpft die Sonne mit den Regenwolken. Sie schafft es, und am Mittag sind die Wolken weiß und der Himmel blau. Nur über dem großen Berg bleibt es düster, und der Gipfel ist auch heute nicht zu erblicken. Frühstück auf der großartigen Terrasse. Tagesprogramm: Heute sehen wir uns drei Tempel aus der Lanna-Epoche an, und wir besuchen ein Weberdorf. Alles in gut erreichbarer Ferne, von unserem Standort aus, wenn man ein Motorrad hat. 1. Wat Putta En, mit einem alten Bot, der auf Stelzen im Wasser steht
- davon leider
kein Foto. 2.Wat Pa Daed (Fresken im Wat, Geburt Buddha durch eine Frau, die nach alter
Geburtsmethode am Baum hängend das Kind zur Welt bringt). 3.Wat Yang Luang , innen geschmückt mit Webergirlanden und einem Khitchakuut
(dies ist ein Stupa, verziert mit mehr Reliefs als üblich), den man hinter einer
sitzenden Buddhastatue aus Bronze im Lanna Stil entdecken kann.
Auf der Rückfahrt in das Dorfzentrum fahren wir an einer blitzsauberen Suppenküche vorbei, platziert auf einer schillernd grün gekachelten Terrasse. Da heißt es anhalten und mal den Koch fragen, was er zu bieten hat. Und was gibt’s? Phad Khaprau, das ist im Wok gebratenes Hackfleisch, gewürzt mit Oyster – und Fischsauce, Chilis und scharfem frischem Basilikum auf Duftreis angerichtet. Christoph isst: Pad Phrik, das ist Schweine- oder Hühnerfleisch mit frischem (nicht scharfem) grünen Chili und Zwiebeln. Weil’s so gut schmeckt und noch ein Resthunger vorhanden ist, ordert er noch eine Guaitiao, eine Nudelsuppe. Die Zubereitungszeit dieser Gerichte dauert maximal 5 Minuten. Gut gestärkt fahren wir ins Weberdorf und dem Tempel Wat Yang Luang (siehe
oben). |