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06.11. Vang Vieng
Wieder schön! Wir mieten Fahrräder. Die sind, wie immer hier, gar nicht einfach zu fahren, eher eine Art Kunstradfahren. Am Anfang hat man immer das Gefühl, man würde doch viel bequemer zu Fuß gehen, denn man kommt kaum schneller voran, nur ist es anstrengender. Prompt legt sich ein Japaner, der eine Proberunde dreht, der Kunst nicht ganz gewachsen, vor einen herannahenden LKW. Allenthalben großes Gelächter, im LKW wie drumherum: diese Japaner! Alle Autos, die hier herumfahren, kommen zwar von ihnen, aber wenn man sie auf ein chinesisches Radl setzt, fallen sie sofort um.
Raus geht’s zur "Poukham" Höhle, also Biking mit ein bisschen Caving. Erstmal muß man sich mit einem Einbaum-förmigen Boot über den Fluß bringen lassen, die Räder quer darübergelegt. Dann geht’s, immer ganz am Rand, weil da am wenigsten Steine sind, durch Reisfelder und kleine Dörfer, vorbei an Wasserbüffeln und abwechselnd Reisbauern oder Leuten mit Muscle-Shirt und Sonnenbrand. Zur Höhle muß man ca. 100 m den Berg raufkraxeln, also auch noch leichtes Climbing. Hinterher ein erfrischendes Bad im türkisblauen Fluß, mit Baum-Sprungturm und Tarzanschaukel. Auf dem Rückweg Abstecher zu einer weiteren Höhle ein trockenes Flußbett rauf. Einer der rauskommt, sagt, dass es drin stockfinster ist und man eigentlich gar nichts sieht. Das können wir einfacher haben, wenn wir noch ein paar Stunden warten, also drehen wir uncaved wieder um. Gewitterstimmung, kleiner Schauer. Der Nachmittag vergeht unter grauem Himmel mit Schreiben und Tee. Fast hätte ich das Abendrot nicht bemerkt, das plötzlich aufglüht - schnell runter zum Fluß. Vielleicht gibt’s ja eine dieser traumhaften asiatischen Flußszenen, wäscht einer, wenn schon nicht einen Elefanten, so doch vielleicht seinen Wasserbüffel. Tatsächlich wäscht einer - sein Auto. |