03.11. Luang Prabang

Auf Besichtigung

Die Wolken hängen noch ein bisschen höher. Ein frühmorgentlicher Versuch, die Kollekte der Mönche zu fotografieren. Ich sehe gerade noch die Fersen des letzten. Jetzt weiß ich wenigstens, wo sie laufen, und dass um ½ 7 alles vorbei ist.

Wir lassen uns vom Thuk-Thuk ans andere Ende der Stadt fahren und wandern von dort, mit dem ehrwürdigen Wat Xieng Thong beginnend, durch einige Tempel zurück. Mittagessen wieder vegetarisch. Eine Entdeckung der Bohnensalat. Wir fragen uns, was ihm den kräftigen Gemüsegeschmack verleiht; es scheinen wohl die Bohnen zu sein. Zurück eine kleine Bergwanderung über die unbesiedelte Rückseite des Phou Si.

Wir waren in der Frühe schon umgezogen, da im 1.Stock ein besseres Zimmer freigeworden ist (12 USD). Alles o.k., nur der Duschwasser-Erhitzer geht nicht. Am Nachmittag machen wir Meldung, der Boy von der Rezeption kommt mit rauf, macht das Gehäuse ab, sieht ein verkokeltes Kabel und sagt "o mei". Er holt den Manager, der setzt die Brille auf und sagt "o mei". Dann ziehen beide wieder ab. Nach ca. 2 Std. kommt ein Spezialist; seine erste Diagnose: "o mei." Dennoch resignieren sie nicht, nach einer Viertelstunde geht die Warmdusche wieder. Nur ist jetzt der Duschkopf weg.

Wir machen inzwischen Sight-Sitting auf der Galerie, schauen den Leuten zu, wie sie auf der kleinen Straße auf- und abziehen. "Schlapf - schlapf - schlapf...", man könnte eine asiatische Straße blind schon am Geräusch der Gummischlappen erkennen. Fußgänger gehen fast nie allein. Und fast immer gibt’s was zum Kichern, vor allem für die Kinder, die jetzt von der Schule kommen. Irgendwas muß immer unbedingt gefunden werden, was lustig ist, sonst lohnt sich der Weg gar nicht. Schon deshalb gehen sie wohl so ungern allein.

Bevor wir zum Abendessen gehen, frage ich nach dem Duschkopf. Der liegt in der Schublade der Rezeption. Im Nu wird er wieder drangemacht und die ganze Aktion mit dem Schlußwort gekrönt: "I hope you enjoy today!"