27.10. Luang Nam Tha - Muang Sing

Luang Nam Tha ist nach Plan angelegt, offenbar sehr weitreichend vorgeplant. Zwischen den großen Quadraten, in denen sich die bescheidenen Häuser mickrig ausmachen, verlaufen breite Straßen, die für großen Verkehr ausgelegt sind. Bisher verkehren aber fast nur Mopeds, Fahrräder und Fußgänger.

Als wir kurz vor 9 an der Busstation ankommen, steht schon ein Bus nach Muang Sing da. Zwar nur halbe Größe, aber ein richtiger Bus. Nach Muang Sing sind's 2 Stunden, über eine Paßhöhe mit Kontrollposten. Draußen dunkler, tief wolkenverhangener Regenwald, drinnen munteres Schlagloch-Hopping. Die Fahrgäste auf den im Mittelgang dazugestellten kleinen Rattan-Sesselchen verlieren von Zeit zu Zeit den Bodenkontakt.Muang Sing liegt wie alle größeren Orte auf einer Ebene, kreisrund mit ca. 8-10 km Durchmesser, rundum von Bergen eingefaßt wie ein Tortenboden. Nach oben ist der Deckel zu, die Berge ringsum in Wolken. Nieselregen.

 

Auf der Bank

 

Im Ort dominieren Thai Lü, in den Dörfern drumherum diverse andere Ethnien. Es gibt eine Menge Guesthouses, in Erwartung eines schwunghaften Ethno-Tourismus. Wir gehen ins noch ganz neue Laxa Sing Hotel, weiß getüncht und dadurch freudlich und sauber wirkend (bei mehrtägigem Aufenthalt 25.000 k/Tag). Nachträglicher flüchtiger Augenschein der anderen Unterkünfte bestätigt dies als beste Wahl. Am Nachmittag ein kleiner Spaziergang in ein nahegelegenes Dorf. Es wird verschiedene undefinierbare weiße Masse in Tonnen ausgekocht, geknetet und gestampft. Einerseits Teig für Reisnudeln, das andere stinkt vergoren, vielleicht soll Lao-Lao (Reisschnaps) draus werden.
 
Am späten Nachmittag lichtet sich der Schleier etwas und die Sonne kommt ein bisschen durch. Um 6 gehen dann die Lichter an, die aber um ¾ 9 wieder ausgehen. Auch das Wasser fließt nur zeitweise, aber nicht an bestimmte Tageszeiten gebunden.