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24.10. Bangkok - Chiang Khong Ankunft 4:25. Der Flughafen Bangkok ganz ungewohnt: nichts los. Nur der unvermeidbare "Airport Limousine Service" ist schon zur Begrüßung da, in der Hoffnung, die schlaftrunkenen Augen der ersten Ankömmlinge mit ihren bonbonfarbigen Jackets blenden zu können, um sie in ihre völlig unnötigen, teuren Kutschen irrzuleiten. 7:20 weiter nach Chiang Rai. Jetzt wäre es 2:20, also Zeit zum Schlafen, jetzt geht's aber nicht mehr, lesen auch nicht. Im Taxi nach Chiang Rai rein zum Busbahnhof. Ein Bus nach Chiang Khong steht schon da, aber noch gut eine Stunde bis zur Abfahrt. Wir versuchen einen kleinen Spaziergang, kommen aber nicht soweit hoch, um dem etwas abzugewinnen. Sonntagmorgen, Wetter bedeckt. Eigentlich kein Anlaß, in der Innenstadt von Chiang Rai herumzulaufen; das denken wohl auch die Einheimischen, die auch alle nicht da sind. Wir stellen nur fest, dass sich nichts geändert hat, außer diverser neuer e-Mail-Services. 2 ½ Stunden nach Chiang Khong, schön wie früher, aber gegen Übermüdung nicht wirksam. Es läuft ab wie ein Spätfilm, wenn man innerlich schon abgeschaltet hat, aber die Fernbedienung noch nicht. Erster Blick auf den Mekong von der Terrasse des Sophapan Resort. Hier hat man groß zugelegt, auch im Preis: 500 B statt 150. Das große neue Haus, außen schön mit Holz verkleidet, hat man offenbar um die alten Naßzellen herumgebaut. Diese sind noch die alten, die Zimmer aber neu, was man vor allem an den frisch glänzenden Holzböden sieht. Allerdings steht auf diesen nichts drauf außer zwei Betten. Für den Rest an Notwendigkeiten hat die Wirtin ein paar Nägel in die Wand geschlagen, natürlich mit den landesüblichen zwei verbogenen Metallkleiderbügeln. Am Mekong-Ufer hat man eine Menge Stein und Beton abgelassen. Was früher eine wilde Uferböschung war, ist jetzt eine breite, kahle Promenade am Steindamm entlang. Schade. Gegenüber in Laos ist es noch grün. Kleine Aufregung ums Visum. Sollte zunächst vom Resort besorgt werden, für vereinbarte 45 USD. Während ich versuche, etwas zu schlafen, tönt einer durch die geschlossene Zimmertür, dass es ab sofort 50 kostet. Für mich ein Übertölpelungsversuch eines abwehrgeschwächt darniederliegenden, den ich instinktiv aus dem Halbschlaf heraus zurückweise. Er meint jedoch, wir würden es im ganzen Ort nicht billiger kriegen. Damit war wieder Aufstehen angesagt. Recherchen im Ort: 50, 50... Dann doch: Eine Frau an einem Essstand am Pier bietet Visum für 48. Abholung am nächsten Tag 12 Uhr mittags. Sie benötigt dafür Kopien der Reisepässe, die wir vorsorglich schon dabei haben - um eben notfalls auch an einem Essstand ohne jegliche Bürotechnik ein Visum beauftragen zu können. Zur Vertiefung der Geschäftsbeziehung gibt's den ersten Papaya-Salat. Dabei bleibt's, kein Abendessen mehr. Um ½ 9 fallen wir ins Bett, mit dem Vorsatz, dafür früh aufzustehen, und vor allem dies auch noch weiter beizubehalten. |