Den Mekong hinunter
von Laos nach Kambodscha
2004

Tagebuch: Marlis Küpper
Textkästen: Christoph Rogger
Bilder: C.Rogger / M.Küpper

 

  
Don Khone, Hauptstraße


26.11.: Pakse - Don Khone

Zwischen 7 und 10 Uhr gehen vom südlichen Busbahnhof die Busse/Song Thaeo’s nach Nakasang. Die Fahrt dauert 3 Stunden. Am Mekongufer in Nakasang liegen Boote, die nach Don Det und Don Khone übersetzen. Wir kaufen ein Ticket für 15 000 Kip und fahren in eine wunderschöne, Palmenbewachsene Inselwelt. Wir haben in der „Auberge Sala Done Khone“ reserviert und machen uns auf den Weg dorthin.
 

Auberge Sala Don Khone

Auf Don Det und Don Khone muss man sich klar entscheiden: man kann entweder den Insulaner spielen oder den Kolonialherren. Für ersteres gibt es eine Menge einfacher Hütten, zum größten Teil direkt am, über oder – schwimmend - auf dem Fluss. Für das Letztere gibt es nur eine Adresse: die „Auberge Sala Don Khone“. Sie liegt zwar nicht direkt am Wasser, dafür kann man von den Liegestühlen der Galerie  hinter den Büschen des einfachen, aber netten Gartens die Köpfe der Eingeborenen hin- und herwandern sehen – für Kolonialisten ist es ja auch besser, das Volk im Auge zu haben als im Rücken.

Die Exklusivheit des Orts erweist sich in zuvörderst in der Anzahl der Gäste: Das wunderschöne, dezent restaurierte Haus hat nur drei Zimmer. Diese sind standesgemäß dimensioniert mit hohen Decken und klassisch möbliert. Das sorgt zwar nicht unbedingt für das Optimum an Komfort - die Matratzen scheinen zum Teil noch aus der Gründerzeit zu stammen- aber auf jeden Fall für einen nostalgisches Wohngefühl.

Strom von 17.30 bis 22 Uhr; Preis 23 US$ incl. Frühstück im Flussrestaurant. Zusätzlich zum Altbau gibt es auch große, komfortable Holz-Bungalows im Lanna-Stil.

Kontakt: www.salalao.laopdr.com



Gewitterstimmung...


und friedlicher Ausklang


27.11.: Don Khone

Frühstück auf der Terrasse über dem Mekong im Restaurant der „Auberge Sala Don Khone“. Das Besondere an den beiden Inseln ist die Vegetation, die an Bilder aus der Südsee erinnern. Ein großer Teil des Baumbestandes sind Palmen verschiedenster Arten; Reisfelder und mächtige weiße Wolkentürme bäumen sich am strahlend blauen Himmel auf. Dazwischen die malerischen Hütten, in denen die Bauern ihren Unterschlupf bei Regen und Sonne finden.

Nach dem Spaziergang sind wir dann auch etwas von der tropischen Schwüle tagsüber geschafft. Am Abend braut sich im Angesicht des Vollmonds ein Gewitter zusammen und es duscht ordentlich und nachhaltig vom Himmel. 
 

 


Reisernte


Fleur de Mekong

28.11.: Don Khone

Ausgedehntes Frühstück auf der Mekong-Terrasse. Weiße Wolken türmen sich zusammen, und die Stimmung ist gut für einen Spaziergang mit der Kamera. Motive gibt es bei den Reisfeldern: Bäuerinnen und Bauern bei der Feldarbeit. Büffel und Rinder weiden auf den geernteten Reisfeldern, werden von ihren Hüterinnen und Hütern geholt und zum Fluss geführt. Hier trinken und baden sie in einem der vielen Arme des Mekong. Hinter den Reisfeldern liegt ein Dorf, heute am Sonntag herrscht hier Müßiggang: Familienväter schaukeln in der Hängematte, Frauen sind bei der Hausarbeit und die Kinder sind neugierig, was das wohl für Fremde sind, die sie fotografieren wollen.

Mittagessen in unserem Lieblingslokal „Fleur de Mekong“, von der Lage am Fluss her einfach wunderbar! Und die Köchin hat das schönste Lächeln und kocht fantastisch.

 

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