Den Mekong hinunter
von Laos nach Kambodscha
2004

Tagebuch: Marlis Küpper
Textkästen: Christoph Rogger
Bilder: C.Rogger / M.Küpper

 



 

 

 

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17.11.: Bangkok - Ubon Ratchathani

Flug von BKK nach Ubon Ratchatani - statt um 13 Uhr geht es mit "Air Asia" um 16.30 Uhr los! Bis dahin sagte man uns, "so solly", man habe leider kein Flugzeug zur Verfügung. Deswegen waren wir froh, daß schließlich doch noch eines gefunden wurde!

Zentral gelegenes Hotel "Ratchathani" - angenehm und nahe beim Nachtmarkt, wo man vorzüglich essen und flanieren kann. Schön, um in Asien anzukommen....!

18.11.: Ubon Ratchathani - Pakse

Abfahrt mit dem Taxi zum Busbahnhof und Weiterfahrt mit dem public bus nach "Phibun Mangsahan". Vom Bus dann auf das Song Thaeo umsteigen. Das fährt fast bis zum Grenzort "Chong Mek". Dann noch 1 Km mit dem Tuk Tuk zur auswärts gelegenen Grenze. Die Ausreise findet in und vor einer kleinen Baracke statt. Dann wieder den Rucksack geschultert, und 150 m rüber marschiert zur "Immigration Station" von Laos. Das Visum kostet 40 US$ plus 20 Bath Stempelgebühren. Ein Passbild ist nötig. Die Koffer werden genau inspiziert. Der Zollbeamte will halt auch wissen, was es so Neues gibt: Ladegerät für Handy, MP3 Player; Memory Stick usw. Er ist zufrieden mit dem Gesichteten. Alles wieder einpacken!

Den Rucksack wieder aufgeschnallt, geht es in Laos auf der staubigen Landstrasse Richtung Bushalteplatz. Da steht auch schon ein gut gefülltes Song Thaeo. Wir klettern rein, und unsere Reise kann losgehen, inmitten der laotischen Mitreisenden! Reges ein- und aussteigen auf der Strecke, und nach gut einer Stunde kommen wir wohl behalten auf dem Busbahnhof vor der Stadt Pakse an. Mit dem Tuk Tuk geht es in das Hotel unserer Wahl: Lao Chaleun! Eine solide Wahl: sauberes, relativ ruhiges Zimmer mit Balkon und Blick auf restaurierte Kolonialgebäude.
 

Lao Chaleun Hotel, Pakse

Glänzende Fliesen dominieren im ziemlich neuen, mit diversen Attributen des asiatischen Neo-Barock ausgestatteten "Hotel Lao Chaleun" (chinesische Kuckucks-Uhr und Relief-Flugenten über den Betten). Sauberkeit ist Trumpf, und ständig durchweht der Duft eines chemischen Freshness-Präparats die Räume. Sehr erfreulich: die den Zimmern vorgebauten Balkone werden nicht als Stellplatz für die Aircondition-Apparate missbraucht, sondern bieten Sitzplätze! Von denen aus kann man geruhsam auf das überschaubare Straßenleben herab blicken. In der Abendstunde wird die Strasse zum Spielplatz. Rührend vor allem die kleinen Mädchen, die sich im Federball versuchen.Dass sie kaum einen Ball treffen, scheint sie gar nicht zu entmutigen - im Gegenteil. Nach jedem Fehlversuch hüpfen sie wie außer Rand und Band auf der Strasse herum.

Der Blick fällt auch auf Koloniales: hinten das ganz neu mit aprikotfarbenem Torten-Farbstoff restaurierte Haus der "Chinese Association", sowie das kleine klassische Hotel "Sala Champa" gegenüber. Verschiedene Generationen asiatischer Architektur: auch hier bewährt sich die Faustregel, selber in dem weniger stilvollen Gebäude Stellung zu beziehen, da hat man den besseren Blick - auf die stilvolleren.



Im Cafe Sinouk


19.11.: Pakse

Bevor wir am nächsten Tag auf das Bolaven-Plateau fahren werden, statten wir dem "Cafe Sinouk" in Pakse einen Besuch ab. Der "cafe au lait" schmeckt wunderbar, und im Cafe kann man sich über alles rund um dieses Produkt kundig machen.

 


Königin der Landstraße


Tad Hang Wasserfall

20.11.: Pakse - Bolaven Plateau

Nach einem guten Frühstück bei "Sedone", in der Nähe des „Hotel Pakse" starten wir mit zwei Motorrädern auf das Bolaven-Plateau. Die Motorräder verheiht das Hotel, und sie sind nicht neu, aber okay! Der erste Stopp und Übernachtung ist am Zwillings- Wasserfall "Tad Fane" geplant, 34 Km von Pakse entfernt.

Wie  schon der Receptionist in unserem Hotel in Pakse befürchtete, gibt es dort  an diesem Abend kein freies Zimmer. Also buchen wir für die nächste Nacht und reservieren vom "Tad Fane Resort " aus mit Hilfe des Personals einen Bungalow im "Tad Lo Lodge", dem angeblich idyllischsten Ort von Laos. Also weiter mit dem Motorrad: wieder zurück zum "Junction Market" und dort rechts abbiegen Richtung Saravan. Wir fahren auf geteerter Strasse gemächlich durch kultivierte Landschaft, d.h. diverse Sorten von Plantagen. Ein Gefühl, dass man auf einem Plateau ist, stellt sich nicht ein. Es zieht sich, und dann doch mal der Abzweig nach "Resort Tad Loo". Und da ist er, der große Wasserfall -tosend und beeindruckend! Wir beziehen einen Bungalow in Wasserfall-Traumlage!
 

Tad Lo Lodge, Bolaven Plateau

Direkt an der untersten Stufe des Wasserfall-Systems, dem „Tad Hang“, gruppieren sich Bungalows aus Holz und Bambusgepflecht zwischen den Bäumen. Die Zimmer sind sehr großzügig dimensioniert und stilvoll eingerichtet, wenn auch manches daran dem Zahn der Zeit sowie dem Einfluss der natürlichen Elemente schon etwas nachgeben musste. Wenn man das Glück hat wie wir,  logiert man in der ersten Reihe und sitzt – ja schwebt - auf einer geräumigen Veranda über einem grandiosen Breitwand-Spektakel. Auf über 100 m  Breite stürzt der Fluss in zwei mächtigen Kaskaden herab, die einen trutzigen Felsvorsprung einklammern.

Die Geräuschkulisse ist, der Dramaturgie des Anblicks entsprechend, gigantisch: Ein Gespräch auf der Veranda ist nur mit Mühe möglich. Aber da verstummt man ohnehin schon fast von selbst, denn man denkt daran, dass man ein solches Quartier wahrscheinlich nur einmal im Leben hat – und das ist jetzt!

Preis 15 $ incl. Frühstück. Letzteres schlägt sehr wohltuend aus der Art: Es gibt u.a. frisch aufgebrühten Lao-Kaffee, Baguettes und Tamarind-Marmelade. Und dazu selbstverständlich eine wunderschöne Aussicht auf den Fluß.

Kontakt: fon 034 211889, 020 5430000, 020 2272222

 

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