Den Mekong hinunter
von Laos nach Kambodscha
2004

Tagebuch: Marlis Küpper
Textkästen: Christoph Rogger
Bilder: C.Rogger / M.Küpper

 


Mekong-Überquerung


Mekong-Blick vom
Anuxa Guesthouse


23.11.: Pakse - Champasak

Auf der gut ausgebauten und nicht besonders frequentierten Asphaltstrasse Nr.13 fahren wir bis zur Abzweigung „Ban Lak Samsip“, d.h. „Dorf 30 km-Stein“, und fahren diese Strasse bis zum Mekong geradeaus durch. Dort kann man problemlos mit dem Motorrädern über den Fluss setzen und muss auch nicht überteuerte Fahrpreise zahlen, wie im Reiseführer prognostiziert, sondern gerade mal 7000 Kip pro Person und Moto! Eine kleine Fähre für den Transport, bestehend aus zwei schmalen Booten und darüber einer Plattform - reicht aus, um an das gegenüberliegende Flussufer zu gelangen. Dort sehen wir auf dem Weg ein neues Guesthouse. Wir schauen es uns an und beziehen gleich ein Zimmer.

Am Nachmittag fahren wir noch zum Wat Phou raus - nach wie vor ist die Atmosphäre in diesem fantastischen Khmer-Heiligtum geruhsam. Nur hat sich der Himmel inzwischen zugezogen - kein so gutes Foto-Licht wie bei unseren früheren Besuchen.
 

Anuxa Guesthouse, Champasak

Ganz neue Anlage (2004) am Mekong-Ufer: eine sehr attraktive Bereicherung der örtlichen Übernachtungsszene im komfortablem Segment. Reihenbungalows entlang der Uferseite mit großen überdachten Veranden (10$), im Seitentrakt kleinere Zimmer für 5$ ohne AC und Veranda. Es gibt ein kleines Restaurant direkt über dem Fluss.

Freilich verzichtet auch dieses neu gestaltete Haus nicht auf so einige landestypische Eigentümlichkeiten im Ausstattungskonzept. Die Zimmer sind großzügig dimensioniert, begnügen sich jedoch mit einer schlichten Hakenleiste als „Aufbewahrungsmöbel“. Man spendiert eine dezente Bettbeleuchtung, der Schalter dazu befindet sich jedoch neben der Eingangstür, wie auch der fürs Bad. Dort gibt es – zusätzlich zur Dusche - sogar noch eine Badewanne. Da diese jedoch kein warmes Wasser liefert, bleibt als Bereicherung, nicht nur warm duschen, sondern auch noch kalt baden zu können.

Das wahre Plus sind aber die Veranden mit schönem Flussblick, die nun wirklich großzügig mit Tisch und mehreren Sitzmöbeln aus Holz und Rattan möbliert sind. Und darauf kommt’s ja schließlich auch am meisten an, wenn man schon mal am Mekong-Ufer logiert.

Kontakt: wegen des gelungenen Texts gleich die ganze Visitenkarte:


 

Up up..


...and away


Wat Oup Moung


24.11.: Tagesausflug von Champasak:
Elefanten-Dorf Ban Khiet Ngong und Wat Oub Moung

Beide Ziele liegen auf der westlichen Mekong-Seite,  also geht's erst mal wieder auf die Fähre. Dann auf der Strasse Nr. 13 bis zum „Ban 49 km“, dann links abbiegen auf der unasphaltierten Nr.18 Richtung Appateu ca.7 km . Rechts abbiegen und nicht mehr lange, ist man in Ban Khiet Ngong.

Die Elefanten warten schon, und nachdem man 100 000 Kip für einen 11/2 stündigen Ausflug auf der ungemütlichen Bank auf dem Rücken des Elefanten gezahlt hat, geht es los auf den „Phone Asa“. Dort ist eine alte Kultstätte, die der Elefant mit seinen Gästen umrundet. Ein lohnender und geheimnisumwobener Ausritt.

Auf dem Rückweg wollen wir noch Khmer-Ruine „Oup Moung“ (auch "Um Tomo" oder "Um Muang genannt"). Wir fahren eine falsche Strasse rein, merken das aber erst nach vielen staubigen km und Schlaglöchern - alles wieder zurück in inzwischen einsetzendem leichten Regen. Daher hier der richtige Weg (aus Richtung Pakse): im Ban Lak Sisip (km 40) nach dem Fluss und der Markthalle rechts rein, zunächst Schotter, dann Lehm und Sand. Nach 1,5 km rechts über eine kleine Brücke, bei der Gabelung kurz danach wieder rechts halten. Kurz vor dem gleichnamigen Dorf (Ende der Strasse) geht’s rechts ab zum Wat. Es ist zwar nicht mehr viel erhalten, das aber liegt ganz einsam und geheimnisvoll im Wald - der Aufwand hat sich gelohnt.
 

  


Benzin vom Faß

25.11.: Champasak - Pakse

Wir halten beim Busbahnhof und erkundigen uns nach den Abfahrtszeiten der Busse Richtung Nakasang. In Pakse wohnen wir weiterhin im „Lao Chaleun Hotel“ – gleiches Zimmer. Am Nachmittag besuchen wir noch den Dalat „Dao Heuang“ und kaufen schöne Webereien. Die Händlerinnen packen allerdings schon zusammen. Noch einmal gemütliches Kaffee trinken im „Sinouk Cafe“ und Planung der weiteren Reise.

 

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