Den Mekong hinunter
von Laos nach Kambodscha
2004

Tagebuch: Marlis Küpper
Textkästen: Christoph Rogger
Bilder: C.Rogger / M.Küpper

 
 


Mutiger Angler am
Tad Lo


Kaffee-Ernte


21.11.: Bolaven Plateau

Ein Spaziergang am „Tad Hang“ entlang hinauf zum „Tad Lo“. Dieser fällt 15 m herab ins Bassin – gewaltig! Auf dem Rückweg bieten sich Gumpen zum Schwimmen und Baden an.

Nach einer Suppe setzen wir die Rundreise auf dem Motorrad Richtung Ban Beng fort. Dort geht es rechts ab, und ab hier die erste Strecke auf unbefestigter, roter Lehm- Strasse Richtung Tha Teng. Kurz vor Tha Teng ist die Strasse wieder asphaltiert. Wir machen einen Stopp bei den Kaffeeplantagen und Kaffeepflückerinnen auf dem Bolaven Plateau.

Auf  Sonnenblumen gesäumter Landstrasse fahren wir unserem Etappenziel, dem Zwillingswasserfall „Tad Fane“ entgegen. Dort kommen wir gegen 16.30 Uhr an und erleben die Szenerie gerade noch in der späten Nachmittagssonne. Wir beziehen einen schönen Bungalow und freuen uns auf einen Abend am Lagerfeuer im Restaurant des Lodge.
 

Tad Fane Resort, Bolaven Plateau

Logenplätze an der Kante einer mehrere 100 m breiten und unermesslich tiefen Schlucht mit exklusiver Aussicht auf die Zwillingswasserfälle „Tad Fane“ auf der gegenüber liegenden Seite, die aus dichtem Dschungel heraus in die Tiefe stürzen. Im lichten Wald sind sieben Doppel-Bungalows aufgereiht, von denen allerdings nur zwei (Nr. 6 und 7) freien Fernblick bieten. Die Zimmer sind nicht groß, aber sehr gepflegt und ansprechend gestaltet –jedenfalls für den europäischen Geschmack, denn die Anlage steht unter holländischer Führung. Allerdings sind die Zimmer aufgrund der Verwendung von Holz auch für die Trennwände zwischen den Doppelhaus-Hälten sehr hellhörig – nur gut, dass es keine TVs auf den Zimmern gibt!

Das Restaurant bietet einen herrlichen Blick und gepflegte Küche zu angehobenen, aber nicht überzogenen Preisen; außerdem eine offenen Feuerstelle zum gemütlichen Ausklang –sehr wohltuend, denn die Abende hier oben können sehr frisch werden! Zusätzlich vermittelt das äußerst charmante jugendliche Personal das Gefühl, hier sehr willkommen zu sein.

Kontakt: www.tadfane.com, fon (Laos) 0205531400 od. 0205733929

 



Tad Fane


Pakse by night


 22.11.: Bolaven Plateau - Pakse

Wacht man in der Nacht im „Tad Fane Resort" auf, kommt es einem so vor, als wenn es in einem fort regnet. Ach ja, es ist der "Tad Fane“, der gleich in doppelter Ausführung unweit des Schlafplatzes die Felsen hinunter donnert. Am Morgen scheint die Sonne auf die Terrasse, die Vögel zwitschern – Balsam für die Seele! Gleiche Stimmung beim french breakfast und Lao coffee auf der Terrasse des Restaurants.

Wir versuchen uns an einer Wanderung die Schlucht hinab zum Fuß des Tad Fane, die direkt vom Resort starten soll, verfangen uns jedoch immer wieder im weglosen Gestrüpp. Nach mehreren Irrungen beschließen wir, uns den Steilhang wieder nach oben zu kämpfen und stattdessen - von einem anderen Ausgangspunkt - zum Kopf des Wasserfalls zu wandern - eine gute Entscheidung!

Nach der Wanderung zurück zur Zwischenübernachtung nach Pakse.
 

Wanderung zum Kopf des Tad Fane


Picknick-Insel

Sehr reizvolle und unschwierige Wanderung ( insgesamt 2 Stunden). Die Strecke verläuft zu ca. 2/3 auf gleicher Höhe; nur die letzten ca. 15 Minuten sind steil, aber bei Trockenheit vollkommen ungefährlich (ca. 150 Höhenmeter).
Ausgangspunkt ist der Parkplatz des Ngieng-Wasserfalls (ca. 100 m vor KM 40 rechts rein, dann noch ca. 800 m). Hier sehr nett angelegte Picknickplätze auf einer grünen Insel – asiatische Idylle!


Am Kopf des Tad Fane

Man geht den Weg runter an den Sitzgruppen vorbei und behält weiter diese Richtung: den Fluss nicht überqueren, sondern links lassen, und wieder leicht bergauf. Diesen Weg folgt man im Prinzip bis zum Ziel: zunächst durch Kaffeeplantagen und dann durch Mischwald auf einem Höhenrücken mit gelegentlichen Ausblicken. Nach ca. 20 min senkt sich der Weg und macht kurz darauf eine Linkskurve (an der Stelle zweigt rechts ein kleiner Pfad ab). Dieser Linkskurve folgend führt der Weg immer steiler bergab und erreicht nach weiteren ca. 10 min den Fluss. Ein paar Schritte flussabwärts, und man ist an der obersten Kaskade des Wasserfalls angekommen. Bademöglichkeit ist geboten.

 

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