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Tagebuch: Marlis Küpper |
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In der Früh auf den Markt. Besonderheit hier sind die Chunchiet Frauen, die ihre Produkte in „Kaphas“, das sind Rücksäcke aus Bambus geflochten, zum Markt bringen. Die „Kaphas“ sind wirklich sehr schön und mit alten Mustern verziert. Wir kaufen uns eine Papaya (Preis: 500 Riel = 10 Cent). Die Chunchiet sind wohl die ärmsten Anbieter auf dem Markt. Sie haben keinen Stand, sondern hocken mit ihren Waren auf der Erde. Auch ein schattiges Plätzchen ist ihnen auf dem Marktplatz nicht vergönnt. Und wenn ihnen niemand ihr Gemüse abkauft, tragen sie es in ihrer „Kapha“ wieder zurück in ihr Dorf. Und dieser Weg dauert über 2 Stunden. Sonst gibt es auf dem Markt all das, was es inzwischen auf jedem asiatischen Markt gibt: große Mengen von Drogerie-Artikeln, Klamotten, Schreibwaren, Plüschdecken, Geschirr und Schmuck. Die Schmuckläden sind auch die Geldumtauscher, und vor dem Markt gibt es Stände mit einem riesigen Obst- und Lebensmittelangebot. Wir kaufen uns noch ein Baguette und den guten „La vache qui rit“ Käse und frühstücken auf dem Balkon unseres Hotelzimmers. Ausflug mit dem Motorrad zu einem uralten Lavafeld namens „Veal Rum Plan“, etwa 4 km nach der Kreuzung in O Chum. Weiter geht es durch schöne Landschaft, alten Wald zu zwei Chunchiet-Dörfern. Zurück in der Stadt probieren wir das „American“ zum Mittagessen aus. Keine Empfehlung! Zum Duschen geht es ins Hotel zurück, und sauber gewaschen, aber mit
verstaubten Klamotten geht es zum verheißungsvoll geschilderten See "Yeak Laom“ (s.
Kasten unten). |
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Unerfreuliches Frühstück im „Tribal Restaurant“. Auch die Abfahrt bereitet Probleme: das Taxi soll wieder mal früher als verabredet losfahren. Wollen wir aber nicht! Hartnäckige Debatten mit dem Personal des Hotels. Schließlich geht es so wie verabredet. Wir haben zu zweit unsere drei Plätze und zusätzliches Glück. Unser „dritter Mann“ auf der Rückbank ist ein „schmales Hemd“ und so der Platz für alle ausreichend. Nach ca. zwei Dritteln des Wegs, an der Schwelle einer Holzbrücke, verschafft das Auto sich und seinen Insassen eine unverhoffte Ruhepause: Nichts geht mehr! Offenbar ist die Elektrik ausgefallen - an sich kein Drama, wenn nur die Motorhaube aufginge! Während die Damen und Kinder sich gemütlich in der Hocke am Wegrand niederlassen, machen sich der Fahrer sowie die beherzt eingreifenden zwei einheimischen männlichen Passagiere daran, die Hebelwirkung aller möglicher Utensilien an dem Motorraumdeckel auszuprobieren. Traktiert mit Schlüsseln, Draht, Schraubenzieher und Ästen und nach dem Aufbiegen des Kühlergrills gibt das Blech nach ca. 30 Minuten ächzend nach. Nur ein Griff in die freigelegten morschen Eingeweide, und schon ist läuft die Kiste wieder - haha! So fühlt man sich sogar in in einem Kaff wie Stung Treng schließlich wie in Abrahams Schoß zurückgekehrt. Und der Sonnenuntergang in einer kleinen Kneipe an der Mekong-Promenade ist Balsam für die Seele. Es gibt auch ein Internetbüro in Stung Treng, aber kaum ist der Rechner hochgefahren, fällt auch schon wieder der Strom aus. In den Restaurants werden, wie jeden Abend, die Agregatoren angeschmissen, und wer keinen hat, stellt sich eine Kerze auf. Wir wohnen im „Sok Sambat Hotel“, und das ist in Ordnung (siehe Kasten „Wohnen in Stung Treng“). Wir kaufen uns Tickets für das Speedboot und planen die Abfahrt für den nächsten Tag nach Kratie. |
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