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Text und Bilder: Marlis Küpper |
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Abfahrt vom Busterminal nach Kompong Cham ist 9.30 Uhr. Die Dörfer an der Strecke sind sehr schön. Jeder Bauernhof hat seinen Ochsen, Kokosnusspalmen, Annanas im Vorgarten, einen Teich mit Enten und das Wichtigste: im Hinterland gibt es, soweit man sehen kann: Reisfelder. Gegen 15.30 Uhr sind wir in Kompong Cham. Wieder sind es zwei junge Burschen
auf ihren Motorrädern, die uns empfangen. Sie wissen auch wieder, wo wir
am Besten wohnen! Das Guesthouse ist originell und sauber, das Zimmer
einfach und die Bettwäsche vielleicht schon mal genutzt? Wir machen unsere Erfahrungen
mit der drittgrößten Stadt Kambodschas: einerseits gepflegte Plätze, andererseits
alles etwas verhauen, runtergekommen, aber sehr angenehme Atmosphäre.
In der City ein großer Markt. Den brauche ich, da ich mein Brillengestell
zerbrochen habe. In der Abteilung, wo gelötet wird, zeige ich den jungen
Handwerkern meine ruinierte Brille. In einer Stunde kann ich wiederkommen:
kaum zu glauben, man sieht keine Schweißnaht, die Brille ist wie vorher.
Reparaturkosten 1 US$. Gut, wenn man die Brille in Asien ramponiert, da
wird so was überhaupt noch repariert! Um 14.30 Uhr Verabredung
mit den beiden Motorrad - Jungs: sie sind gute Driver und natürlich auch
Fremdenführer. Sie wissen viel zu erzählen: zeigen uns Grabstätten, wo
Schädel aufgetürmt liegen aus der grausamen Herrschaft des Pol Pot. Abendessen im besten Restaurant der Stadt: tolles Ambiente! Ein riesiger
Saal mit riesigen runden Tischen, Atmosphäre wie in einer Bahnhofshalle!
Christoph entscheidet sich für ein fritiertes Huhn, dass kommt ganz schön
blass und mager auf den Tisch. Ich esse Steak, na ja –selber Schuld,
wenn man nicht die einheimische Küche bestellt! Aber manchmal kriegt man
halt richtig Hunger auf was, was nach westlicher Kost schmeckt.
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23.12.2001: Kompong Cham - Kratie In der Frühe machen wir uns auf die Suche nach etwas Essbarem vor der Abreise mit dem Slowboat um 10.30 Uhr von Kompong Cham nach Kratie (Kratschee). Aus Mangel an anderen Etablissemets wieder im „besten Gasthaus“ am Platz gelandet. Aber außer einem blassen Omelette gibt’s nichts. Okay, dann eben Omelette! Wir treffen unsere jugendlichen „Reiseführer“ vom
Vortag wieder. Mit ihrer Hilfe finden wir auch die Ablegestelle des Bootes
nach Kratie. Hohe Flussufer ziehen dahin, schöne Wälder von Kokospalmen, Bambus und anderen riesengroßen Bäumen. Immer wieder schöne Hütten und Dörfer, Wat’s und Klöster entlang der Böschung des Mekong Die Fahrt sollte vier Stunden dauern zum Preis von 12000 Riel. Sie dauert
51/2 Stunden. Vielleicht wegen des starken Ostwindes oder weil einzelne
Fahrgäste zu ihren entfernten Dörfern gebracht wurden. Der Servicegedanke
wird in Kambodscha sehr ernst genommen! Wir kommen um 16.15 Uhr in Kratie
an, gehen über die Hauptstrasse gleich ins „Sante Pheap“ Hotel. Der Ort macht einen sehr angenehmen, gelassenen Eindruck auf uns. Idyllisch am Mekong gelegen, und der Sonnenuntergang wird zu den Unvergesslichen gehören! Am Abend ins beste Restaurant der Stadt, ins „Mekong“. Dort soll es die besten Chips (Pommes) Asiens geben. Aber Chips hatten wir ja schon gestern, also heute nicht schon wieder! In den „besseren Restaurant“ sind immer Biermädels der Brauereien unterwegs, und man wird Bestens versorgt. In der Stadt ist wieder mal ein Fest und einen Höllenlärm. Ruhestörung, stellen wir fest, dieses Wort gibt es in Asien nicht, und auch nicht das Bedürfnis, andere beim Lärm machen gar zu hindern oder zu stören. Lärmtoleranz wie überall in Asien! |
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