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Ausstieg

 
Westwärts nach Sanghklaburi

Das Museum am Hellfirepass (60 km westlich von Kanchanaburi, am H 323), in dem die Geschichte der "Death Railway" dargestellt wird, ist sehenswert, auch wenn die Japaner als die unmenschlich Grausamen verteufelt und die Vertreter der nicht minder brutalen englischen Kolonialmacht als hehre Widerstandskämpfer verherrlicht werden. Vom Museum aus wanderten wir ein Stück weit auf der alten Gleistrasse der "Todesbahn" hoch oben auf der Passhöhe durch Bambuswald und mit Blicken ins Tal.

Weiter geht's zu dem auf dieser Strecke überall beschilderten Sai Yok Waterfall - in einer reizvollen Umgebung. Der River Kwae Noi macht hier eine scharfe Kurve und bietet auf der flachen Seite einen einladenden Sandstrand, von dem aus wir uns in das klare und erstaunlich "kühle" Wasser stürzten (etwa 25°C), wo uns die thailändischen Touristen von ihren Booten aus als Kuriositäten fotografierten. Auf dem Fluss wurden von kleinen Motorbooten ständig große schwimmende Häuser hin und her gezogen, die wir als Kuriositäten bestaunten. Wir bekamen ein köstliches Mittagessen in einem schwimmenden Restaurant unterhalb der Hängebrücke, die hier über den River Kwae Noi führt: Som Tam Salade aus grünen Papayas, Rohkost mit Erdnüssen und getrockneten Shrimps, die süß-säuerlich und mit vielen Chilis angemacht waren. So gestärkt ging's weiter westwärts nach Sangklaburi.

Am großen Stausee von Khao Laem (3 Nächte)

Karte: http://www.budget.co.th/pdfs/worldclass_hua_german.pdf

Sangklaburi (SK), (215 km westlich von Kanchanaburi) liegt auf ca. 250 m Höhe am Stausee, umgeben von bewachsenen Bergen und kahlen Kalkfelsen, die eigentümliche Formationen bilden. Es gibt Gummibaum- und Zuckerrohr-Plantagen und Reisanbau. Die Felder waren schon abgeerntet und ebenso braun wie einige Berghügel mit "herbstlichem" Laubwald. Rund um den See sind Gärten unmittelbar in der Uferzone, die während der Regenzeit überschwemmt ist. Auf dem See schwimmende, mit Wellblech bedeckte Häuser mit kleinen Gärten, Fischzucht und Bambusvorräten. Über den See zum Mon-Dorf führt die längste Holzbrücke Thailands. Sie dient abends als Jugendtreff. Die Mon kehren ab 17 Uhr von den Feldern zurück mit dem Essenshenkelmann und mit Körben an einer Stange auf der Schulter mit rechts und links zwei Körben voll geernteter Salate und Gemüse.

Im Ort gibt es eine ATM-Bank mit Automat (20.000 B.), einen täglichen Markt und einen Internetladen gegenüber dem nordwestlichen Marktende; einen Verkaufsladen mit ungewöhnlich guten Handarbeitsprodukten zur Unterstützung von Flüchtlingsfrauen aus Myanmar, und gegenüber davon eine Super-Massage: 2 Std. für 250 B. Außerdem eine "Bakery" mit so vielseitigen Angeboten wie Sternsemmeln, Hairdressing, Yoga und Internet.

Die Guesthäuser, die wir uns angeschaut haben, sind alle in Ordnung und haben sowohl einfache als auch sehr gute Zimmer.  Das "Forget-me-not-House" ist auf Thai-Groß-Gruppen ausgerichtet, das "Pandoo" wirkt romantisch.

Das "Samprasa Resort" auf dem Hügel gleich oberhalb der Holzbrücke hat zwei sehr gute VIP-Zimmer für
1300 B. (26 Euro) inklusive Frühstück mit dem besten Blick auf die Holzbrücke und den See. Das Essen im Samprasa-Restaurant ist sehr gut, es gehört zu den besten des Urlaubs. Man sitzt auf einer Aussichtsterrasse mit Blick über fast den ganzen See (Bild links,V.I.P-Bungalow).

Es gibt zwei Guest-Häuser mit Englisch sprechenden Menschen: Im "Burmese Inn", wo auch ein Kochkurs angeboten wird, kann man ein- und mehrtägige Trekking-Touren buchen, am besten rechtzeitig vorher, damit der (österreichische) Guide Zeit hat. http://www.geocities.com/burmeseinn/sangkhlaburi.html

Das beste Preis-Leistungsverhältnis am Ort bietet das P-Guesthouse mit einfachen wie auch mit Super-Bungalows mit AC: Der beste ist Nr. 17, ein großes Zimmer mit Fensterfront zum See, 750 B. Die einfachen mit Fan kosten nur 180 Baht, aber meist sind Toiletten und Duschen nebenan. Alles sehr gepflegt. Liegewiese am Fluss mit Sitzbänken. http://www.vassl.com/writings/pguesthouse.htm

Netter Ausflug im Angebot des P-Guesthouse: Bootsfahrt über den See, Autofahrt über Staubpiste zu einem Elefantendorf, und nach einstündigem Ritt durch Wald und Fluss: Rafting mit kleinen 2- bis 3-Personen-Bambusfloßen zurück zum Parkplatz, wo das Hotel-Auto wartet.

Von Sangkhlaburi führt ein kurzer Ausflug zum nahen "Drei Pagoden Pass", über den die japanische Eisenbahn nach Burma führte.
(Bild rechts)

Es ist eine recht unscheinbare Grenze. Wir übersahen sie glatt, weil wir einen schattigen Parkplatz entdeckten, auf den wir zufuhren, und erst der herausstürmende Grenzer machte klar, dass wir uns auf der falschen Straßenseite - in Myanmar ist Rechtsverkehr - und nicht mehr in Thailand befanden. Neben den drei kleinen Pagoden warten ein paar Suppenküchen und Andenkenläden auf Touristen, und einige Möbelläden - der Handel mit klobigen, geschnitzten Sesseln und Schränken aus einem besonderen Holz ist hier der Hauptgeschäftszweig..


 Grenze


 Im Stausee versunkener Tempel

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