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Ausstieg

 
Die Fahrt nach Kanchanaburi

Karte und Infos: http://www.budget.co.th/pdfs/worldclass_hua_german.pdf

Von Ayutthaya aus fuhren wir westwärts durch die Zentralebene - vorbei an grünen Reisfeldern und Gemüseplantagen sowie an furchtbar überladenen Lastwägen mit Zuckerrohr - Richtung Kanchanaburi. Doch mittendrin kommt: das Mittagessen in Suphan Buri! Dieses Restaurant ist besonders für seine Flussgarnelen mit Salz und Chili-Dip (Gung Tood Gluea) berühmt geworden, und zwar durch das Kochbuch von Meuth und Duttenhofer. Darin sind auch Farbfotos von einigen anderen Gerichten dieses Lokals abgedruckt, mit der jeweiligen thailändischen Bezeichnung. Mit Hilfe dieses Bilderbuchs haben wir nicht nur in diesem, sondern auch in anderen Lokalen problemlos bestellt, wenn es keine englischsprachige Speisekarte gab! Das Restaurant ist leicht zu finden: Man verlässt den Highway bei Bang Pla Ma und erreicht nach 1 km Suphan Buri. Nach der Ortseinfahrt ist es das dritte Haus auf der rechten Straßenseite.

In Kanchanaburi - ein quirliger Traveller-Treffpunkt - wählten wir nach Besichtigung mehrerer Anlagen das gepflegte Resort "Sam's Guesthouse" mit angenehmen Holzbungalows am Fluss, idyllisch und ruhig (700 B.). Hier hätten wir es auch länger als eine Nacht ausgehalten. www.samsguesthouse.com

Besonders schön liegen die Bungalows " Jasmin 3 und 4". Es ist idyllisch, am Fluss zu wohnen. Laute Diskoboote bekamen wir nicht zu hören, ebenso wenig normale Boote.

Die Brücke am Kwai


Souvenir-Verkäuferin Kwai Brücke

Am nächsten Tag besichtigten wir doch die berüchtigte Brücke am Kwai, die wir eigentlich vermeiden wollten. Nie haben wir während unserer gesamten Reise so viele Touristen gesehen wie dort. Es scheint für viele ein starkes Motiv zu sein, sich an den Zweiten Weltkrieg zu erinnern, hier insbesondere an einen Sieg der amerikanischen und britischen Luftwaffe durch die Zerstörung der Eisenbahnbrücke, die sich die Japaner von englischen Kriegsgefangenen bauen ließen, um Nachschub in das umkämpfte Burma zu bringen. Die neu gebaute Brücke entspricht nicht dem Original und steht auch nicht an derselben Stelle, aber das will niemand wissen, es reicht das Symbol. Die Touristen tummeln sich auf der Brücke mit dem Blick auf den River Kwae und fotografieren den darüber fahrenden Zug, auch wenn er nicht mehr von der alten Dampflokomotive gezogen wird.
 

Kanchanaburi

Rund um die Maenam Kwae Road liegen die Pensionen, Guesthouses. In dieser Strasse konzentriert sich das komplette touristische Angebot. Schock ist der erste Eindruck: Es gibt nur Häuser mit touristischen Angeboten: Travel-Tours, Moped-Verleihs, Massage, Internetcafes, Bars aller Art: Mit TV, mit Musik, mit Mädchen. Alles in 10facherAusführung. Der Vorteil dieser allüberall vorhandenen Angebote ist: Mit dem Einchecken in den Bungalow lassen sich Ausflüge buchen, zum Beispiel zum Erawan- oder Sai Yok- Nationalpark kosten ca. 800 B (16 Euro) inkl. Rafting oder Elefantenreiten und Zugfahrt mit der berühmten Bahn. Nach dem Abendessen schnell ins Internetcafe, um nach Hause zu schreiben oder eine deutsche Tageszeitung zu lesen, und zur Entspannung eine Massage vorm Schlafengehen. Das ist ohne Vorbuchen und problemlos zu arrangieren für wenig Geld. Da Kanchanaburi leicht zu erreichen und ein Drehkreuz für Ausflüge ist, ist es eine Reise wert.

Sai Yok Nationalpark (2 Nächte)

Von Kanchanaburi aus westwärts fährt man parallel zum River Kwae Noi und zur noch betriebenen Eisenbahnlinie, vorbei an Reis- und Zuckerrohrfeldern und an dschungelbewachsenen Kalkfelsen, schließlich durch den Sai Yok Nationalpark.
Den ersten Stopp gab es in Muang Sing, wo sich in einem Bambuswald Khmer-Ruinen aus dem 13. und 14. Jahrhundert befinden.

Beim River Kwae Jungle House legten wir die Mittagspause ein, weil man von dieser Restaurant-Terrasse den besten Blick auf den abenteuerlichen Wang Po Viadukt der Eisenbahnlinie hat: Die Gleise werden hier auf einer Länge von mehreren Kilometern dicht an senkrechten Felswänden von Pfeilern und Stützen getragen, deren wagemutige Konstruktion ins Auge sticht. Ein Stück weiter, über der tief eingeschnittenen Schlucht des River Kwae Noi, fanden wir das direkt am Hochufer gelegene "Resotel", wo wir zwei Nächte blieben.

Das hervorragende Restaurant befindet sich in einem alten Holzhaus mitten in einem großen Park mit alten Bäumen und blühenden Sträuchern.

Wir wohnten direkt am Flussufer in einem der achteckigen Bungalows neuerer Bauart mit ca. 30 qm, schönem Bad und getrennter Toilette, alles auf europäischem Standard. Mit 2000 Baht (ca. 40 Euro) war dies die teuerste Übernachtung unseres Urlaubs. Geboten werden ein gepflegter Swimming Pool, ein großer Garten, Massage, geführte Ausflüge, Mountain Bikes und der Lawa Cave gleich hinter der Anlage. Zwischen 19 und 22 Uhr spielte ein Alleinunterhalter quer durch die ganze Rock und Popgeschichte auf dem Keybord, was uns gut gefallen hat. Die Anreise mit dem Auto endet am hoteleigenen Pier (sicherer Parkplatz); von hier 10 Minuten mit dem Hotelboot zur Anlegestelle des Resotel. (Übrigens ist das "Resotel" auch per Zug (für 100 Baht = 2 Euro) leicht zu erreichen: Von Bangkok aus über Kanchanaburi bis Nam Tok, wo man vom Hotelbus abgeholt wird. Ca. 5 bis 6 Stunden von Bangkok inklusive der Fahrt über die Brücke am Kwai und dem Wang Po Viadukt.) www.riverkwaifloatel.com.

Im Resotel ist eine burmesische Atmosphäre zu spüren: Die Angestellten gehören zum Bergvolk der Mon, tragen Longyies und bemalen ihre Gesichter mit Tanaka, einer gemahlenen Rinde, die vor Sonne schützt. Bei einem dreistündigen Ausflug fuhren mit dem Hotel-Boot zum "Jungleraft", einer Resotel-Filiale, die aus schwimmenden Häusern besteht. Dahinter liegt ein Mon-Dorf, wo man die lebhafte Schule und typische Wohnhäuser besichtigen sowie Waren aus Myanmar kaufen kann; ein Beispiel für Ökotourismus. Zurück paddelten wir mit Kajaks. www.junglerafts.com.


 
Start zur Kanufahrt    


 Schule im Mon-Dorf

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